DREI-SEEN-REGION

FREIBURG

Hauptort: Fribourg
Fläche: 167'100 Hektar
Rebfläche: Vully AOC 152 Hektar, das entspricht rund einem Prozent der Rebfläche der Schweiz. Davon befinden sich 102 Hektar im Kanton Freiburg und 50 Hektar im Kanton Waadt. Dem Kanton Freiburg gehört zudem die Domaine des Faverges in St-Saphorin/VD. Die Burgergemeinde Freiburg ist im Besitz einer Domäne in Riex/VD.

Chasselas (41%) und Pinot Noir (28%) sind die wichtigsten Rebsorten. Darauf folgen Pinot Gris (5%), Gamaret (4%), Garanoir, Traminer und Gamay (je 3%), Chardonnay und Sauvignon Blanc (je 2%), Freiburger (1%) sowie acht Prozent weitere Sorten.

=> Neuste Zahlen werden im April publiziert. Seit dem Jahr 2004 hat weinlandscheiz.ch Stimmen zum jeweiligen Weinjahr zusammengetragen. Link: Das Weinjahr

Im Jahr 2015 haben sich die Weinbauernverbände der beiden Vully (Freiburg und Waadt) zur Interprofession du Vin du Vully zusammengeschlossen. Eine grossartige Leistung wenn man bedenkt, dass sich die Winzer der beiden Vully noch vor Kurzem kaum kannten und die einen ihre Ernte in Kilo und die anderen in Liter angaben.

Vor langer Zeit, so beginnen viele Geschichten, führten die Römer den Rebbau in den von ihnen besetzten Gebieten ein. Sie pflanzten mitgebrachte Rebsorten dort, wo bereits wilde Reben wuchsen. So auch am Mont Vully. In der Nähe lag Aventicum, das heutige Avenches, einst Hauptstadt der Provinz Helvetien.

Erste Gesetzestexte und Akten, die über eine dynamische Weinbauaktivität berichten stammen aus dem 14. Jahrhundert. Ab dem 15. Jahrundert werden erstmals Weingüter genannt, die es heute noch gibt.

Panoramabilck von Murten auf den Mont Vully. 

Der Weinbau am Mont Vully florierte, bis sich 1872 der Falsche Mehltau und 1903 die Reblaus ausbreiteten. Es wird berichtet, dass der Winzer Louis Chervet im Jahr 1910 die Trauben seiner ganzen Eernte in eine Schürze lesen konnte.

Erst in den 1970er-Jahren wurden viele neue Parzellen angepflanzt, die noch immer bestehen. 1975 gründeten Waadtländer Winzer die Sektion Vully innerhalb der Fédération Vaudoise des Vignerons.

1980 findet in Praz das erste Winzerfest statt. Ab 1981 werden in Bellerive und Vallamand neue Rebberge angelegt. Und 1985 wird ein Traminer vom Vully Weltmeister.

2010 wird der Region Vully die AOC aberkannt. Die Winzer beider Vully stellen ein Reglement auf, um die verlorene AOC wieder zu erlangen. Heute sind 152 Hektaren mit Reben bestockt, zwei Drittel im Kanton Freiburg und ein Drittel im Kanton Waadt. Auch wenn der Weinbau am Mont Vully wieder floriert, sind die Weine immer noch wenig bekannt. Das soll sich nun ändern. Im Schatten der grossen Weinbauregionen hat sich am Mont Vully eine eigene Dynamik entwickelt: Neun junge Winzer haben ihr Önologie-Studium abgeschlossen und treten in die Fussstapfen ihrer Eltern. Einige weitere sind noch in der Ausbildung.

Das hat einen direkten Einfluss auf die Qualität der Weine. Nominierungen am Grand Prix du Vin Suisse gehören zur Regel und im Jahr 2014 wird ein Chasselas von Jean-Daniel und Franziska Chervet Chasselas-Weltmeister.

 



Klick zum Film«Dîner à la ferme» ist das französischprachige Pendant zur Landfrauenküche auf SF1. Am 12. Juni 2009 porträtierte tsr die Winzerin Blandine Javet aus Lugnorre am Mont Vully. Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zur Sendung.

 

Interprofession des Vins du Vully

Mme Sylviane Pleines Morel
Route Principale 69
1786 Nant

Tel. +41 26 673 18 72
info@vully.ch
vins-vully.ch